Dienstag, 29. Juli 2014

ICH MAG DAS SO NICHT!

Ja, ich weiß - lange ruhig und so.
Die Wahrheit ist: es war SO viel los, dass ich keine Lust hette, zu schreiben.

1. Dr. Ei-Zehn wurde ermordet.
2. ein Tier rüttelt an unserem Zaun - nachts, der Zaun ist verbogen. WER IST DAS?
3. Jetzt brütet wieder ein Lilu, und das, wo ich in Urlaub will und außerdem
4. eines der Lilus Kozidien hat/te(?)

MANN, alles doof!

Dienstag, 15. Juli 2014

Die Küken in Nachbars Garten-.... - oder was soll das?

Ich könnte langsam echt die Krise kriegen. Da lasse ich meine Großküken extra über das WE meiner Abwesenheit im Auslauf (viel zu klein für so viele Tiere!), um ihnen heute wieder mehr Freiheit zu lassen. Prompt fehlt beim Abendappell eines (ein helles, mal wieder!).
Also suche ich dort, wo ich mich als Küken verstecken würde: im Busch. Und sehe da ein echt böse verletztes, kleines, ängstliches Federtier. An Hals und Schwanzwurzel angeschlagen - richtig schlimm...
So sieht es aus: :-(


















Jetzt bin ich also auf der Suche nach dem Dieb. Wer schlägt meine Küken am hellichten Tag?

Montag, 14. Juli 2014

Chicken transport and Chicken Race

Das war mal wieder eine richtig tolle Aktion von mir *selbstaufdieSchulterklopf*.
Um genau zu sein, waren es zwei Aktionen.

Aktion 1 - Auswechselspieler der National-Elf (Schwarzwald):
Im Schwarzwald gluckte ja zeitgleich zu meinem Brutautomaten (siehe: Krambamboli - Einmal die Auswechselspieler, bitte!) Hedwig.
Hedwig hat eine komplette Mannschaft erbrütet, die sie bereits erwartungsvoll ob des sich multisensorisch eröffnenden Gartens bei Fischbach in den Katakomben vor dem Betreten des Spielfeldes wähnte.
Allein meine Auswechselspieler fehlten noch und - ohne Ball und Hymne - machen seither, also seit etwa Freitag und dem Nationalsieg, den Garten unsicher.
Es wuselt und schmuselt. Woher ich das weiß, wenn ich doch gar nicht im Schwarzwald lebe?

Hm, das ist Aktion 2 - Rettung der Entrechteten, der Ausgestoßenen und Resozialisierten:
Ich hatte fest vorgehabt, einen kleinen Stamm der Zweitbrut an die Frau zu bringen.
Aus diversen Gründen kam es anders (die Story ist zu abstrus, um sie hier zu erzählen, es sei denn, man bittet mich darum, dann aber wohl nur als persönliche Nachricht; denn die Wege Allahs sind unergründlich und tief!) und die vier Damen und der eine Herr verbrachten, während ich einen Kurzurlaub in Titisee genoss, drei Tage unter dem Stamm einer dichten Tanne, geschützt vor Getier und Gesocks nach einem kurzen Chicken Transport durch den Schwarzwald....

Ja... also... eben musste ich sie zurück holen, weil - da können sie ja nicht bleiben.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Krambamboli - einmal die Auswechselspieler, bitte!

Ohja, das war Geschichtsfußball, Entsetzen pur in Brasilien beim 7:1, während bei mir im Bad die ersten Drittel-Kunstbrut-Küken bereits friedlich schliefen und sich auch von den Raketen und dem Feuerwerk draußen nicht stören ließen.
Fußball ist trotz ihrer trikotfarbenen Flauschbefiederug kein Thema, vielmehr fragt man sich: was sind das für grüne Punkte im gelben Ei?

Austradotten sind geschlüpft

Rotkehlchens-Cleopatras-Morphines Küken - fünf an der Zahl - haben das Licht jenseits der Eierschale erblickt. Und entgegen unserer guten Naturbrutgewohnheit, die ich nur in wenigen Not- und Ausnahmefällen durchbreche, war es für alle das Kunstlicht meines Bades. (Zum Glück habe ich drei Bäder....)

 Und jetzt rollt der Flauscheball - einmal quer durch die Badewanne.
Bis ich endlich die optimierte Wärme hergestellt hatte, war es ganz schön heikel - die Kunstglucke, die ich regulär erworben hatte, hat die Wanne auf 41°C aufgeheizt - kurz vor knapp also wieder ausgeschaltet und den Brüteraufsatz zweckentfremdet, jetzt schlummert wieder alles.

Das sind also unsere Auswechselspieler in der Hühnermannschaft (40 Freunde sollt Ihr sein. Achnee, das war Alibaba...), die leider/ zum Glück bei Mutterglucke Hedwig im Schwarzwald bei Fischbach unterkommen.

Der unwissende Leser fragt: warum?

Ja, lieber unwissender Leser, die Frage ist berechtigt und verständlich. Warum zieht sie fünf Küken im Brüter auf, um sie dann wegzugeben?
Nun, die Antwort ist einleuchtend und klärt sich durch eine geschichte, die ich Euch hier bisher vorenthalten hatte (wegen des Schutzes diversester Persönlichkeitsrechte).

Vor etwa drei Wochen, also um genau zu sein vor genau drei Wochen und einem Tag, wurde ich um Hilfe gebeten. Eine Glucle, die sich später als eigentlich zwei Glucken herausstellte, brütete seit sage und schreibe zwei Monaten. Man stelle sich vor: kein frühling, kein Sommer, keine Sonne - nur Nest.

Tragischerweise brütete sie auf Nichts (wahlweise auch unbefruchteten Eiern), weil das Frauchen, unwissend ob des nötigen Entgluckens, die Damen brüten ließ.

Über acht Wochen, mehr als zwei Monate - in einem Nest zu zweit... das war NICHT GUT!
Nun, da bereits die Ersten post-Morpheus-Eier entstanden waren, also die ersten Post-Morpheus ÜBERHAUPT, war ich schnell entschlossen
Also, frei nach Bertolt Brecht:

Ja ,mach nur einen Plan...

 .... und offerierte derer sechs, um die vermeintlichen Glucken wenigstens in die Nähe eines Erfolgs zu geleiten. die vor zwei Wochen geschlüpften Küken von Lotta sollten dann, sofern die Gluckenkräfte reichten, herhalten müssen und zur Adoption freigegeben werden.

SO der PLAN.
Die Wirklichkeit war GANZ anders:

... gebrütet wird hier nicht!

 Die Glucken waren nicht nur gluckend, sondern auch verfederlingt und vermilbt. Das sah ich bei meiner Kraft-Inspektion, als ich mir ein Bild machen wollte, ob die Damen kräftig genug sein würden, die Küken, die ich ihnen anzuvertrauen gedachte, aufzuziehen.
Also her mit AniForte® Milben-Stop Puder 2 kg + Puderflasche (rein biologisch auch für Biobetriebe sowie gegen Flöhe usw. geeignet!)
 und Insektizid, Verminex und neuer Streu, die Hühner eingepudert (ich sah aus wie ein Bäckerlehrling im ersten Jahr) und...
aus war's dank neu gewonnener Lebenskraft mit Glucken. Eier angebrütet? Egal, sagten die Damen, lass mich endlich in der Sonne baden!

... und mach dann noch nen zweiten Plan

Da saß ich also mit den sechs Eiern, habe sie geschiert und festgestellt, dass fünf davon echt Potenzial hatten. Absterben lassen? Quasi abtreiben? Obwohl ich Möglichkeiten habe?
Und der Urlaub? Ich hatte alles so detailliert geplant, jeden Schlupftermin, den Verkauf der Hähnchen und Hennen, den Schlachttermin. Und jetzt DAS!

(doch halt DEN möglichst schlicht!)

Die Hilfe sitzt im Schwarzwald, wo die liebe Frau aus der Nähe des Dorfes Fischbach, also aus dem Nachbardorf von Fischbach, zeitgleich eine Henne (Hedwig) am Brüten, die Tage am Schlüpfen (die Eier) und dann hoffentlich am Glucken hat und haben wird.
Am Freitag werden wir also auf dem Weg in den Urlaub unsere fünf Auswechselspieler dort abladen, unter Hedwigs Fittiche anvertrauen und dann TOTAL ENTSPANNT wellnessen, während hier...

ach, was dann hier gewesen sein wird, schreibe ich, wenn ich wieder da bin :-)

Bis dahin: unsere Auswechselspieler!





Samstag, 28. Juni 2014

Das Leben ist ein Fluss - oder: one for the road!

Ständig in Bewegung alles hier.
Da ist zum Einen die Zuzugsbewegung:
Lotta hat die nachweislich ersten reinrassigen Austradotten ausgebrütet.
Sie sind die 12 letzten Nachkommen von Morpheus (und Morphine), für mich spannend ist, dass die Farbe auch hier 1:2:2 ist. Vier gelbe Küken, acht schwarze. Wenn ich jetzt berücksichtige, dass es eigentlich vierzehn Eier gewesen wären und großzügig aufrunde (ein gelbes mehr, ein schwarzes mehr), stelle ich die Vermutung an, dass hier die zweite mendelsche Regel (Spaltungsregel) in Kraft getreten ist. Denn Morphine hat als F1-Generation eine typische Wyandottenmusterung und ist hell, Morpheus hatte zwar den Wyandottenhahnen-Oberkörper, zeigte aber im Rumpf auch klassische Australorps-Merkmale. Das dürfte sich so, wie es bisher eben auch war, dann im Wachstum am Phänotyp der Küken als F2-Generation zeigen.
Spannend!

Und sonst? Tja, da gab es zum Anderen auch Abgangsbewegung.
Nun, die Arbeit am Zaun brachte nicht viel. Gestern stand die zitternde Nachbarin mit einem verletzten Küken vor der Tür, ihre Katze habe es gebracht. Da ich selbst nicht da war, wurde es von meiner Fee in Augenschein und Obhut genommen, die glücklicherweise Hühner-Erfahrung hat und dann entschied, es wieder zu den anderen zu setzen. Als ich abends zählte, fehlte dennoch eins mehr. Ich schätze, das zurück gekehrte war das one for the road, die Hauptmahlzeit hatte Lina (die Katze. Leo ist wohl schon eine Weile gehimmelt und ich hatte es vor lauter Hühnerei nicht bemerkt) vermutlich schon am Stammtisch. Na, der zitternden Nachbarin ließ ich dann vier Eier bringen - für die Nerven. Woraufhin ich heute eine Menge ihres weltbesten Kartoffelsalats bekam.
Ich liebe Dorf!

Letztes vollständiges Familienbild mit Tante Lufthuhn
Außerdem fanden gestern fünf von Lichthuhns großen Küken eine neue Heimat auf dem Spitzberg. Mit riesiger Voliere und Freilauf, wenn Mensch vor Ort ist.
Ich hoffe, dass wir richtig gegriffen und die Hennen erwischt haben - Umtausch ist ja nicht ausgeschlossen, aber blöd wäre es dennoch. Ich finde es echt schwer, bei Austradotten das Geschlecht zu bestimmen. Wird als Keuzungsziel notiert: Kenn-Zeichen züchten ;-)