Samstag, 28. Juni 2014

Das Leben ist ein Fluss - oder: one for the road!

Ständig in Bewegung alles hier.
Da ist zum Einen die Zuzugsbewegung:
Lotta hat die nachweislich ersten reinrassigen Austradotten ausgebrütet.
Sie sind die 12 letzten Nachkommen von Morpheus (und Morphine), für mich spannend ist, dass die Farbe auch hier 1:2:2 ist. Vier gelbe Küken, acht schwarze. Wenn ich jetzt berücksichtige, dass es eigentlich vierzehn Eier gewesen wären und großzügig aufrunde (ein gelbes mehr, ein schwarzes mehr), stelle ich die Vermutung an, dass hier die zweite mendelsche Regel (Spaltungsregel) in Kraft getreten ist. Denn Morphine hat als F1-Generation eine typische Wyandottenmusterung und ist hell, Morpheus hatte zwar den Wyandottenhahnen-Oberkörper, zeigte aber im Rumpf auch klassische Australorps-Merkmale. Das dürfte sich so, wie es bisher eben auch war, dann im Wachstum am Phänotyp der Küken als F2-Generation zeigen.
Spannend!

Und sonst? Tja, da gab es zum Anderen auch Abgangsbewegung.
Nun, die Arbeit am Zaun brachte nicht viel. Gestern stand die zitternde Nachbarin mit einem verletzten Küken vor der Tür, ihre Katze habe es gebracht. Da ich selbst nicht da war, wurde es von meiner Fee in Augenschein und Obhut genommen, die glücklicherweise Hühner-Erfahrung hat und dann entschied, es wieder zu den anderen zu setzen. Als ich abends zählte, fehlte dennoch eins mehr. Ich schätze, das zurück gekehrte war das one for the road, die Hauptmahlzeit hatte Lina (die Katze. Leo ist wohl schon eine Weile gehimmelt und ich hatte es vor lauter Hühnerei nicht bemerkt) vermutlich schon am Stammtisch. Na, der zitternden Nachbarin ließ ich dann vier Eier bringen - für die Nerven. Woraufhin ich heute eine Menge ihres weltbesten Kartoffelsalats bekam.
Ich liebe Dorf!

Letztes vollständiges Familienbild mit Tante Lufthuhn
Außerdem fanden gestern fünf von Lichthuhns großen Küken eine neue Heimat auf dem Spitzberg. Mit riesiger Voliere und Freilauf, wenn Mensch vor Ort ist.
Ich hoffe, dass wir richtig gegriffen und die Hennen erwischt haben - Umtausch ist ja nicht ausgeschlossen, aber blöd wäre es dennoch. Ich finde es echt schwer, bei Austradotten das Geschlecht zu bestimmen. Wird als Keuzungsziel notiert: Kenn-Zeichen züchten ;-)


Freitag, 20. Juni 2014

Good bye, ciao-ciao, auf Wiederseh'n - The Crow I.



Nein, ein Wiedersehen gibt es nicht. Es ist der Tag des Abschieds. Ich werde ihn musikalisch gestalten.
Da ist Nummer Eins in der Reihe der Verabschiedungen - Morpheus (musikalische Untermalung):

 

Er wird morgen vorgekocht gegrillt und gab für heute eine nette Suppe.

Wohlgemerkt ohne jedwedes zusätzliche Fett. Wenn man sich den Pott dann so anschaut, kann man sich vorstellen, dass er für die Mütter mit Küken nicht allzu viel übrig gelassen hat.

Nun, "Küken" ist das zweite Stichwort: es fehlt wieder eines, jetzt von Bella.
Das Gemeine ist: ich hatte die eine Krähe gesehen, die Hähne hatten gewarnt, ich war selbst mit einer Hühner-Interessentin im Garten und der Eichelhäher* hat aus Leibeskräften gebrüllt und seine Warnrufe ausgestoßen. Ich bin sogar hoch ins Gebüsch und war vermutlich nahe dabei, aber ich habe kein Küken schreien hören. Drecksviecher, diese im Duo jagnden Krähen - das bringt mich noch ins Grab!
Ans Luftgewehr. Nein, natürlich nciht - ich bin nur stinkesauer, dass ich meine süßen Freilandküken jetzt zwangskasernieren muss.
Der Unterschied zwischen vor-dem-Häher und danach war der, dass ich am Anfang acht Küken bei Bella gesehen habe, nach der Hühnerschau und dém Häherschrei nur noch sieben. Und das blieb dann den Tag über so.
Was bedeutet, dass ab heute leider wieder alle eingesperrt werden müssen.

Wenn sie sich aber auch nicht dran halten: FOLLOW THE LEADER!



* übrigens auch ein Rabenvogel: Häher-Info




Mittwoch, 18. Juni 2014

R.I.P. lil Ass-Kicker - oder: The Walking Cat, Staffel I

Ich weiß nicht, ob ich schuld bin, ob Nachbars Katze schuld ist, der Milan oder eine der verdammten Krähen -! - oder ob es einfach der Lauf der Dinge ist. Aber es fehlt heute Abend ein kleines gelbes Küken vom Lufthuhn.
Gerade war Besuch da, um sich ein paar Hühnchen herauszusuchen (womit jetzt 14 von 33 vermittelt wären: 12 Hennen, zwei Hähne - der Rest ist wohl Hahn, vorerst), da haben wir die Kleinen mitsamt Eltern in den Auslauf gebracht. Von dort aus wird sich wohl ein Kleines wieder rausgestohlen haben - und war dann, so meine Theorie, schutzlos einem Angreifer ausgeliefert, dessen Identität wir nicht kennen. Kein Blut, keine Feder, aber eben auch diese vermaledeite Nachbarskatze nicht an dem Ort, an dem sie sonst abends immer wartete, bis ich im Haus bin.
Scheiße.
Oder kann man das anders sagen?
Rest in peace, little Ass-Kicker, there will hopefully be no return of the living cat.

Montag, 16. Juni 2014

Brutwut, Freigang und ein intermediärer Erbgang (Kammformen)

Meine Fresse, da ist echt was los in unserem Garten. Mittlerweile haben sich die beiden Australorps-Adoptionsfamilien mit dem Gesamtstallgefüge arrangiert, was mir eine erhebliche Stressreduktion ist, denn die Halbstarken (freue mich über Angaben zum Geschlecht) und die Kindergartenkinder passen sich, wie im richtigen Leben, den Erwachsenen an. Und da die nunmal deutlich vor Dämmerung zwecks letzter Mahlzeit ins Bett, respektive auf die Stange und ins Nest, gehen, kann ich recht sicher sein, dass das die Kleinen auch tun und dass der Axt-Türöffner zu einem zuverlässigen Schließer wird.
Außerdem trägt diese Großfamilienkonstruktion zum Wohlbefinden aler bei, denn unter den Halbstarken sind welche, die noch Mutterliebe brauchen und sich die einfach in der Dämmerung von ihrer Tante Lufthuhn holen, welche dann gestern sage und schreibe 19 Küken wärmte.

Zur Belohnung gab es heute früh Ayam-Cemani-keine-Bruteier, denn es war am Ende nicht mal eines befruchtet, und vier Austradotten-Eier, von denen zwei minimal angebrütet waren. Aber nur ein winziges Bisschen, das konte ich verantworten!

Lotta brütet jetzt fest - und ich ausgebuffte Hühnermutti habe ihr die Brut aus dem Automaten untergelegt, sodass sie jetzt auf 14 echten Austradotten-Eiern sitzt. Echten, echten. Ich bin überzeugt, dass es ihr besser gelingen wird, die genannte KLientel großzuziehen als mir, vor allem, weil ich mir so die Aktion Kunstglucke spare.

Ich selbst beschäftige mich neben Korrekturen von Nettchens Innenleben (Kleider machen Leute, Gottfried Keller) mit der Genetik und der intermediären sowei der dominant-rezessiven Vererbung der Hühnergene. Es wird spannend, Inge!
Und bin zuversichtlich, bald anhand des Phänotyps entschlüsseln zu können, wer die Elterntiere der Küken sind (sofern das wichtig is, was es nur bedingt ist) und künftig besser kreuzen zu können. problematisch ist, dass das, was mir wichtig ist, Verhalten und Ei-Qualität, sich im Phänotyp ja erst zeigt, wenn es ggf. zu spät ist. Also doch wieder der Blick auf die Äußerlichkeiten.
Leute, ich sags Euch: passt in Bio auf!




Die Halbstarken

Nr. 1
So, jetzt kommen sie langsam in die Blüte, die kleinen Halbstarken - und ich freue mich über Kommentare und Geschlechtsangaben im Kommentar :-) Danke sehr!
P.S. zwei fehlen!
P.P.S: Zur Gesamtsituation im Austradottenland: Lebensfroh

Nr. 2

Nr. 2

Dr. Ei-Zehn

Nr. 3

Nr. 3

Nr. 5

Nr. 5

Nr. 6

Nr. 7

Nr. 8

Nr. 8

Trillchen



Trillchen

Chuck-Mary May